Was war denn das bitte?
Es ist typisches schmuddeliges Münsteraner Wetter, es ist Sonntag 12 Uhr. Die ersten erwachen vom gestrigen Abend, die anderen stehen vielleicht in der Küche oder lesen gemütlich auf dem Sofa die Sonntagszeitung und was mach ich? Ich stehe bei diesem besagten Schmuddelwetter draußen vor dem Rare Guitar und warte auf die Donots.
Ein Jahr waren sie mit ihrem ersten deutschen Album „Karacho“ in der Republik unterwegs und haben neben der guten Musik, bester Stimmung und einer Menge Spaß immer den Mittelfinger gegen Homophobe, Gutbürger und Fremdenhass dabei gehabt.

Sie haben stets ein starkes Zeichen dagegen gesetzt und durch „spenden pits“ einiges an Spenden für „Kein Bock auf Nazis“ sammeln können. So auch bei diesem Konzert. Das letzte der Tour, sowie das erste auf der Tour im Greenhell Record Store, waren umsonst, lediglich um eine Spende wurde gebeten und es wurde gerne etwas gegeben.

Das Rare Guitar, der Gitarrenladen des Vertrauens, mit dem viele schöne Erinnerungen verbunden sind, war der Ort für diesen würdigen Abschluss. Ungefähr 200 hübsche Menschen brachten die Donots zur Mittagszeit zum schwitzen und bewegen. Selbst steckte ihnen noch das große Finale von Hamburg in den Knochen doch gaben sie wieder mal alles und man sah, dass sie einfach unglaublich Lust auf diesen Moment hatten. So wurden gerne aus voller Kehle die Songs mitgesungen und getanzt.

Einmal seine Lieblingsband in so einem kleinen privaten Rahmen zu erleben hatte was und zeigt ihre Bodenständigkeit. Diese Jungs aus Ibbtown Rockcity sind einfach nur sympatisch!

Die ersten Festivals sind schon bestätigt und es kommt noch bestimmt das eine oder andere hinzu, ich freue mich!