Hot Water Music bittet zum Tanz im Skaters Palace

 

Die vier Amerikaner, die sich, nach einer Erzählung von Charles Bukowski, Hot Water Music nennen stehen für ehrlichen Rock mit einem einmaligen Klang. Im vergangenen Jahr präsentierten sie den langersehnten Nachfolger von „Exister“, „Light it up“.

Neben verschiedenen Festivals gaben sich Hot Water Music in kleinen Clubs die Ehre, so auch im Skaters Palace in Münster. Als Vorband haben sie sich Shoreline und Goodbye Fairground eingeladen, zwei lokale Punkgrößen.
Beide zauberten einen Punk mit Ecken und Kanten auf die Bühne. Mal mit etwas poppigerem Sound, in die Richtung Indierock, mal etwas melodischer Posthardcore. Trotz stetig steigender Temperaturen im Skaters Palace wussten sie das Publikum zu überzeugen. So wurde gemeinsam langsam auf die letzte Band des Abends hin gefiebert.

Gerade bei Hot Water Music gehen die Meinungen schnell auseinander. Einige können sich mit der Musik nicht großartig identifizieren, für andere ist der Mix aus Punk und Alternative Rock gepaart mit einer schüppe rauen Vocals ein absolutes Highlight. So auch für mich. Endlich konnte ich sie live sehen und es wurde ein wahres Fest. Spätestens bei „State of Grace“, welches „Never Going Back“ folgte, sang das Publikum lauthals und aus voller Kehle mit. Was brauch es auch schon mehr als ein paar Bier, Lieder die zum Mitsingen einladen, ein paar gute Freunde, oder Fremde die für ein paar Stunden zu Freunden werde, und die famosen Hot Water Music um einen wunderbaren Abend mit kollektives Massenschwitzen zu verbringen? Nach einem solchen heißen Ritt ließen sich die vier Herren auch nicht lange Bitten und gaben noch ein paar Zugaben zum Besten. Chuck Ragan, seinerseits Sänger und Gitarrist, der auch ein Soloprojekt hat, begann mit einem seiner Solostücke, gefolgt von Klassikern wie „Drag my Body“ bis hin zu „Wayfarer“, welches die Zuschauer, mit einem wunderbaren Ohrwurm, nach Hause schickten.

Was bleibt am Ende noch zu sagen? Das lange Warten auf eine Liveshow von Hot Water Music hat sich definitiv gelohnt. Der Eindruck nach den letzten starken Studioalben hat sich auch live bestätigt. Der Sound ist live sogar noch frecher und die beiden Sänger, Chuck Ragan und Chris Wollard, veredeln mit ihren rauen Stimmen dieses einzigartige Erlebnis. Es wird zwar weitestgehend auf eine Interaktion mit dem Publikum verzichtet und so geht es temporeich nur nach vorne durch das Konzert. Doch nicht nur Hot Water Music hat mich an diesem Abend begeistert, sondern auch die beiden lokalen Vorbands und so hoffe ich, dass ich alle drei Bands noch einmal wiedersehen werde und kann eines der Konzerte nur jedem, der alternative Rock / Punk in seiner Urform schätzt, ans Herz legen.