Unsere Reporterin Julia hat sich beim Stemwede Open Air mit den Metallern Iron Walrus zu einem kurzen Interview getroffen. Iron Walrus ist eine aus Osnabrück seit 2013 bestehende Band. In diesem Jahr spielten sie als Iron Walrus das erste Mal in Osnabrück. Frontmann Sven und Gitarrist Ingo traten bereits im Jahr 2003 gemeinsam mit ihrer alten Band auf. Dasselbe trifft auf Florian zu, der im Jahr 2013 bei Brother Love Kain ausgetreten ist. Zudem ist zu sagen, dass der Schlagzeuger der Band ist ein stadtbekannter Osnabrücker ist. Schnalli trommelt bei Dampfmaschine und ist zudem der Betreiber des Bastard Clubs und dem Plattenladen Shock „Records & Coffee“.

 

Wie lange macht ihr schon Musik?

Iron Walrus: „So im Durchschnitt seit wir alle denken können. Also in etwa seit dem 14. Oder 15. Lebensjahr.“

 

Womit habt ihr angefangen Musik zu machen?

Schnalli: „Spanische Folklore Gitarre.“

Bene: „Ich habe Bass-Gitarre in einer Metall-Band gespielt.“

Schnalli: „Punkrockband.“

Florian: „Seit 23 Jahren Bass.“

Ingo: „Blockflöte in der Grundschule danach klassisches Klavier.“

 

Was für Instrumente spielt ihr?

Schnalli: „Schlagzeug.“

Florian: „Bass.“

Bene: „Gitarre.“

Sven: „Ich spiele kein Instrument. Wirklich! Ich singe. Das muss reichen.“

Ingo: „Also in der Band spiele ich Gitarre.“

 

Macht ihr noch was neben der Musik?

Iron Walrus: „Wir arbeiten alle noch nebenbei und sind berufstätig.“

 

Wie seid ihr zusammengekommen?

Florian: „War eigentlich eine Spaßnummer, die ernsthafter wurde. Also ich bin damals bei Brother Love Kain ausgestiegen vor drei Jahren und habe dann mit Schnalli gesprochen, weil Schnalli und ich früher auch schon in vielen Bands zusammen gespielt haben.

Und dann hab ich halt Schnalli gesagt, dass ich gerne wieder Musik machen möchte mit ihm. Ja und dann fand er das auch ne gute Idee und dann sind auf Ingo getroffen und auf Aufermann und noch Bene. Ja und dann ist das so zusammengewachsen. Und jetzt ist es halt kein Projekt mehr, sondern eine ernst zu nehmende Band für uns wo wir am Ball bleiben und auch unser Herzblut noch stecken.“

Schnalli: „40 Konzerte, 2 Platten, Europa-Tour – alles gehabt und noch Freunde.“

 

Was ist für euch das Besondere hier beim Stemweder Open Air aufzutreten?

Florian: „Also ich spiele das zweite Mal hier. Man darf ja immer nur als Band einmal hier spielen. Und ich habe mit meiner alten Band, also Brother Love Kain vor 6 oder 7 Jahren hier gespielt und jetzt spiele ich mit Iron Walrus hier. Ich finde das ganz schön cool.“

Schnalli: „Ich war selber privat schon 19 Mal hier.“

Sven: „Es ist halt das Heimatfestival. Weißte es gibt ja nun in Osnabrück wo wir herkommen halt kein wirklich echtes Festival. Und Stemwede war immer für uns das nahe liegenste, weißte? Hinfahren, irgendwie drei Tage volle hucke, schön saufen, paar Bands gucken, irgendwo pennen. Du weißt eh vorher nicht wo du schläfst. Und dann liegt es nahe, wenn die Jungs uns anrufen und fragen ob wir bock haben hier aufzutreten. Ja klar! Da mussten wir nicht drüber nachdenken. Auf deinem Heimatfestival auftreten ist schon eine coole Nummer.“

Ingo: „Für mich persönlich muss ich auch sagen, als ich vorhin ausgestiegen bin dachte ich riecht ein bisschen wie zuhause. Ich war glaub ich 17 als ich das erste Mal hier war und seitdem die nachfolgenden sieben oder acht Jahre eigentlich jedes Jahr. Und dann mit etwas größeren Abständen. Aber für mich ist es halt eigentlich das Festival mit dieser besonderen Luft und besonderen Atmosphäre und ich hab damals schon mit Sven 2003 auf der Bühne gestanden. Mit einer Band, die wir damals zusammen hatten. Und das war natürlich für uns ein ganz großes Ding und heutzutage ist es auch wieder ein ganz großes Ding. Also weil es einfach unser Festival ist. Ein Heimatfestival.“

Schnalli: „Stemwede ist auch ein Festival, das im Prinzip einzigartig ist. Wenn du 500 Leute hast die hier alles umsonst machen. Und alles was an Bier versoffen wird für die Jugendhilfe hier investiert wird. Mal im ernst? Wer bringt sowas heute denn noch? Kein Schwein bringt das. Weil bei allen Großen geht es nur um maximale Wehrtschöpfung und die Großen stecken sich die Taschen voll. Und da ist halt das Stemwede in seiner Form so wie es ist schlichtweg einzigartig. Weil es halt dem guten Zweck dient. Und deswegen ist es  gar keine Frage. Also wenn die uns nächstes Jahr fragen kommen wir wieder.“