In dem 20 Tausend Seelendorf Geseke im Landkreis Soest ging es am 24. Oktober metallisch zu. Die Lokal-Metaller Awaiting Downfall luden zur Veranstaltung Metallische Kleinstadtklänge Vol. 1 ein. Bereits vor über einem halben Jahr begannen die Vorbereitungen für das Metall-Festival. Der Veranstaltungsort und das Datum standen relativ fix fest. Im Saal der alten Ratsschenke fand das eher schwarz gekleidete Treiben statt.

Die Jungs aus der Nachbarschaft durften eröffnen: Heretics aus Verne sind fünf Musiker und bezeichnen ihre Musik als Melodic Death Metall. Eigentlich geht man meist davon aus, dass es der Opener schwerer hat als die darauffolgenden Bands. Aber dem war ganz und gar nicht so. Bereits um 17 Uhr war der Saal gut gefüllt mit Bier trinkenden Musikfans. Darauf war ursprünglich geplant gewesen, dass Rebels & Rivals als nächste auftreten. Doch aus uns unbekannten Gründen mussten sie ihren Gig absagen. Als ehrenwerter Ersatz sprangen aus Siegen In Dreams of Reality ein. Ziemlich zappelige Jungs wenn ihr uns fragt. Aber gute Musik und gute Stimmung im Gepäck. Gleich zu Beginn forderten sie ihr Publikum auf gleich 10 Schritte nach vorne direkt an die Bühne zu machen: „Kommt mal näher.“

Eine geballte Ladung Modern Death Metall brachten Skullhunter‘s Diary direkt aus Osnabrück mit. Das Publikum war außer sich und endlich entstanden die ersten Mosch-Pits. Frontmann Barnes hatte schnell das Publikum auf seiner Seite und fragte „Geseke wo seid ihr? Ich fragte Geseke wo seid ihr?“. Mit lauten „Hey“-Rufen und Fäusten in der Luft feierte das Publikum die Osnabrücker. Und Aussagen wie „Ich hab dir doch gesagt die sind geil!“ waren zu vernehmen. Nachdem Konzert erfuhren wir, dass derzeit die erste Demo-CD produziert wird.

Im Jahr 2012 gründete sich in Luxemburg die Band Mindpatrol. Ihre Musik ist ganz im Stil des Progressiven Metalls. Voranschreitend und mit viel Energie spielten sie sich ins Gehör der Metallfans.

Es war nicht schwer zu erkennen, welche Band die meisten Fans mitgebracht hatte: Awaiting Downfall hatten aufgrund ihres Heimspiels die meisten Leute auf ihrer Seite. Gefühlt jeder zweite war im Besitz eines Bandshirts. Die Band spielte nicht nur in ihrer eigenen Heimat, die Jungs waren auch Veranstalter des Gigs und engagierten sich von der ersten Sekunde an sehr. Nicht nur den eigenen Auftritt im Fokus sondern auch der anderen halfen sie wo es nur ging. Ob es Filmen, Fotografieren oder Aufbau war. Auch bei Fragen waren sie stets freundlich und gaben Auskunft. An dieser Stelle ein Dank an die Band. Als sie dann schließlich als vorletzte Band die Bühne betraten dauerte es nicht lange und der Pulk war am Tanzen, Singen und Moschen. Hinter einer guten Band steht auch immer eine gute Fan-Base.

Nicht nur für Awaiting Donwfall gab es ein Heimspiel sondern auch der Headliner EpitomE.

Bei dem Motto des Abends wurde dem Nagel auf den Kopf getroffen: metallische Kleinstadtklänge. Sowas sollte es öfters geben. Nach dem Festival gingen alle zufrieden nach Hause und hoffen auf eine Wiederholung.