Wer sind eigentlich diese Wanda, von denen alle sprechen?

Wer unwissend das Jovel betreten hat, hätte sich wohl unmöglich ausmalen können, welche Art Live-Act die Bühne betritt. Eine Band, die vom Support-Act als „beste Band der Welt“ angekündigt wird. Die Zusammensetzung des Publikums gab auch keinen wirklichen Hinweis. Waren die Jüngeren mit ihren Eltern dort, oder war wirklich so eine große Altersspanne an dieser eher neuen Band interessiert?

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Noch bevor der erste Ton gespielt oder das erste Wort des Sängers gefallen ist, ist die Halle von der charismatischen Band ausgefüllt, die mit randvollen Weingläsern die Bühne betritt. Schon nach dem ersten Lied kocht die Halle, der  Sänger der Band, Marco Michael Wanda, knöpft sein Hemd auf und die Halle jubelt.

Die Band die live deutlich rockiger und energiegeladener auftritt, als auf den poplastigen Platten, heizen dem textsicheren Publikum die nächsten beiden Stunden sehr gut ein. Lange Mitsingteile sorgen dafür, dass der bereits vom Charisma der Band gefüllte Raum zusätzlich eine  gewaltige Ladung Amore abbekommt .

Die Menge tanzt, schwitzt und singt vor der Bühne, genau wie die fünf Herren auf eben dieser. Zigaretten fliegen auf die Bühne, worüber sich Marco Wanda deutlich mehr freut als Rosen, wie er beim Rauchen kundtut.

Wer sind also diese Wanda? Eine verdammt geile Rockband, der man es nicht mal im Ansatz krumm nehmen kann, wenn sie im Zugabenblock Lieder aus der Setlist wiederholen. Eine verdammt geile Rockband, mit einer noch geileren Live-Performance. Und eine aufstrebende Band, von der wir und ihr während und nach dem Festivalsommer mit Sicherheit noch einiges hören werden.

In diesem Sinne: Amore!

Text: Jonas Hanenkamp

Fotos: Jan Rüter